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RUNKEL Vampir

2004, Eigenvertrieb

(Quelle: German Rock e.V.)

Nanu? Zarah Leander bei Runkel!
Nein , Gott sei Dank nur eine weitere Gesangsfarbe der Katanka. Mit Du Fehlst singt sie in sehr eigenwilliger Art vom Verlust eines Geliebten. Dann aber geht es Runkeltypisch weiter. Da wird von Zigeunern, Hexen und Mythen erzählt, dass es wieder eine Pracht ist. Das ist so vielfältig, wie es keine andere Band dieses Genres kann. Die Band ist gereift. Wenn man bedenkt, dass dieses Lebenszeichen nun auch schon wieder drei Jahre alt ist, dann vermag ich mir gar nicht auszumalen was diese wohl kreativste Band des "Mittelaltergenres" heute so alles auf der Pfanne hat.

Zurück zur CD:
Vom Gelage über das traumhafte "Schlaflied" bis hin zu "Verflucht" bieten Runkel tolle Musik UND klasse Texte. Ein Beispiel: In "Gevatter" singt der Tod selbst. Die Katanka verleiht ihm eine Bestimmtheit und Volumen, dass es faszinierend und gruselig zugleich ist. Außerdem kommt die Art der Interpretation und die Wortwahl sehr authentisch rüber. Sie SIND Botschafter jener Epoche und singen von Allem, was die Menschen dort erlebten und erlitten, aber auch genossen. Und da wären wir auch schon bei dem Stück "Freudenhaus". Hier singt die Katanka - wieder ganz Vollweib - über ihre Dienste. Aber auch, dass sie NUR ihren Körper aber nicht sich selbst verkauft. Sie lockt und gurrt, dass es eine Pracht ist. Dazu rockt es ungemein - ja, so macht die Musik einfach Spaß!

Ich bleibe dabei: Für mich sind sie die besten Vertreter des Genres. Die Katanka ist absolut überzeugend mit einer Band im Rücken, die besser nicht sein könnte.
Fazit: Absolute Spitzenklasse in 11 Titeln! Kein einziger Aussetzer - wie immer!

Kurt Mitzkatis

RUNKEL Paradies 2002

Quelle: German Rock e.V.)

Endlich wieder ein Lebenszeichen von Runkel!
Wer diese Band jemals live erlebt hat, der weiß was pralle Lebensfreude und Mittelalter, sowie Geschichten und Sagen in Konzertform bedeuten.
Nachdem schon das damalige Demo Straßenstaub eine erstklassige Visitenkarte war, geben sie mit Paradies wieder ein vorzügliche Empfehlung ab.

Der Opener "Ich Brauch Dich nicht" geht gleich in die Vollen. Die Katanka gibt ihrem Liebsten selbstbewusst den Laufpass. Und das mit mittelalterlicher Heftigkeit, dass selbst gelähmte Beine zucken müssen.

Die Magdeburger sind etwas wuchtiger geworden - und es steht ihnen."Nebel" ist ein Ruf durch die Jahrhunderte über das menschliche Befinden mit einem gut tanzbaren Rhythmus.

Im dritten Teil "Abu Simbel" wird es erotisch und mystisch. Frontfrau "Die Katanka" lässt die Raubkatze schnurren und der fette Rhythmusteppich dämpft das Geräusch ihrer ausgefahrenen Krallen. Es wird gesungen - aber ohne Worte. "Gänsehaut ihr Jünglinge da draußen!"

Dann aber kommt einer der stärksten Mittelaltersongs aller Zeiten.... Eine einschmeichelnde Melodie, ein harmloser Titel:
" Alles Wird Gut". Aber nichts ist gut in diesem Lied. Schonungslos wird das Schicksal eines Kämpfers im wahrlich finsteren Mittelalter besungen. Kaltes Entsetzen kriecht unter die Haut und man lauscht einer Schrecklichkeit nach der anderen und ahnt, dass es wohl oft genug so wa(h)r. Ein Meisterwerk in Text und Melodie!

Kaum hat man sich erholt von dem überwältigenden Schrecken, da bringt "Paradies" den direkten Anschluss zu Straßenstaub. Ein keckes Vollweib wünscht sich die Vollbedienung mit Macht, Ruhm und Geld. Schön gemacht - und hitverdächtig!

Das Album endet mit dem schnellen "Möhrenfeld". Kurzgeschorene werden hier bedauern nicht die Möglichkeit zum Matteschwingen zu haben. Aber sei es drum. Der Titel dauert nur anderthalb Minuten und schon ist das viel zu kurze Album vorbei.

Ich hoffe sehr, dass eine Plattenfirma die Eigenständigkeit und Klasse von Runkel nun endlich erkennt, genauso wie Veranstalter sich die Gruppe nicht entgehen lassen sollten. Für mich sind sie mit die Besten des ganzen Genres! Unvergessen ihr Auftritt in Opladen, wo sie einem Desasterfestival wenigstens einen tollen Schluss gaben.
Fazit: Wer sich die Demos bei Runkel nicht bestellt, der verpasst Juwelen der mittelalterlichen Spielfreude!
Kontakt: www.runkelmusik.de

Kurt Mitzkatis

 

RUNKEL Paradies 2002

(Quelle: Babyblaue Prog.-Reviews)

Von: Fix Sadler

Paradies knüpft (fast) nahtlos an die Debut E.P. (Runkel oder Straßenstaub...).
"Ich brauch Dich nicht" ist fast schon ein Metal-Nackenbrecher, der mich musikalisch nicht abschließend überzeugen kann - zu straight wird hier "geknüppelt".
Der Text zaubert mir allerdings ein Grinsen ins Gesicht (Du wirst Dich wundern, Arschgesicht - was ich alles kann), die Katanka macht mit ihrem Kerl Schluss!
Außerdem sind die (inzwischen) 2 Geigen omnipräsent und mit so was gewinnt man sofort meine innigste Zuneigung.

"Nebel" birgt den von mir so geliebten Folk-Prog a la Skyclad, mit dem Vorteil, dass die Katanka einfach unheimlich wuchtig singen kann (was Walkyier ja auch noch einigermaßen hinkriegt - trotzdem ist der deutsche Text und das Mittelalter-Flair weitaus ausgereifter bei Runkel) und nicht lispelt ;).
"Nebel" ist Folk-Rock allererster Güte, mit Geige, bedrückenden Texten und Power.

"Abu Simbel" schickt uns in den vorderen Orient, hier sind die Hardrockeinflüsse komplett verschwunden, Katanka flüstert unverständliche Laute und strahlt mit ihrer Stimme richtiggehend Erotik aus. Klasse!
"Alles wird gut" ist Etikettenschwindel - hier wird gar nichts gut. Der Song ist eine vertonte Kriegs- und Folterprozedur im Mittelalter. Auch musikalisch geht es eher verträumt zu, ein wenig Wave-Feeling, ein bisschen Metal-Riffing und Geigen, Geigen, Geigen.

Das Titelstück ("Paradies") rockt dann wieder härter los. Auch hier fehlt mir der besondere Kick. Der Song ist rel. schlicht gehalten und vermittelt mir auch nicht dieses Mittelalterfeeling. Eigentlich klingt das wie etwas härtere NDW...

"Möhrenfeld" ist ein kurzes, durchaus "vertracktes" Instrumental, was diese 2te E.P. gelungen abschließt.

Paradies ist leider kein komplettes Album geworden, wartet mit einigen Highlights auf, kann aber auch nicht verhehlen, dass es nicht mehr ganz so viel Charme ausstrahlt wie der Vorgänger. Nach wie vor empfehle ich Runkel, die Magdeburger machen einfach Mucke die Jux macht. Nach wie vor könnte man sie als deutsche Skyclad bezeichnen. Sprecht die Band doch mal über Ihre Homepage an, und probiert (soweit ihr Geigen-lastigen Hardrock mit Mittelaltertexten mögt) die Alben aus.
Soundmäßig ist das alles mehr als brauchbar und vielleicht spielt die Band ja auch mal in Eurer Nähe, das würde ich mir nicht entgehen lassen. Allerdings gibt es die Musik "nur" als CDR, was den Gesamteindruck natürlich ein wenig trübt.

 

RUNKEL Straßenstaub 2000

(Quelle: Babyblaue Prog.-Reviews)

Mittelalterliche Musik gemischt mit Heavy Metal?!?
Also noch eine Band die auf den erfolgreichen Zug aufspringen will auf dem schon Bands wie Subway To Sally oder In Extremo unterwegs sind?
Eigentlich nicht, denn der Sound der Band ist ziemlich eigenständig.
Während sich STS ein bißchen gegen den mittelalterlichen Einfluß verwehren und In Extremo zum Großteil echte alte Lieder verwenden, liegen Runkel irgendwo dazwischen.

Eigene Songs, die aber gewollt auf mittelalterlich getrimmt sind. Sechs Lieder in sehr ordentlicher Qualität sind auf der CD zu finden. Mittelalter und Metal halten sich ziemlich die Waage, wobei die Heftigkeit der Songs mich schon überrascht hat.

Da fällt es leicht, sich eine ebenso heftige Liveperformance vorzustellen. Es macht Spaß diese CD zu hören.
Dazu dürfte der variantenreiche Gesang ein übriges tun. Schließlich sind laut Booklet 4 Vocalisten am Start.
Und über allem steht eine mächtige Spiellaune, die man jedem Ton anmerkt.

Wer auf die Mischung aus Mittelalter und Metal steht, der sollte sich unbedingt diese CD anhören. Nähere Infos dazu im Netz unter: www.runkelmusik.de.

 


Willkommen auf Runkel`s
Webseite.

Vom Mittelalter inspiriert, mit Geige und Flöten und zwei bezaubernden weiblichen Stimmen, doch mit brachialen Gitarren wollen wir das geneigte Publikum unterhalten.

Viel Spass nun beim Surfen und trag Dich ins Gästebuch ein.

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